Mittwoch, 26.6.2024, 19:30 bis 22:15 Uhr König Ottokars Glück und Ende

Schauspielhaus

Auf dem Höhepunkt seiner Macht trennt sich König Ottokar von Böhmen aus politischen Motiven von seiner Frau Margarete, der Schwester des letzten Babenberger-Herzogs Friedrich II.

Rudolf von Habsburg nimmt sich der Verstoßenen an und begleitet sie zurück in ihre Heimat. Ottokar verfehlt sein großes Ziel, die deutsche Kaiserkrone, weil die Fürsten bei der Kaiserwahl einen gerechten Mann suchen und keinen, der die Rechte anderer mit Füßen tritt.

Ursprünglich plante Grillparzer ein Stück über Napoleon, fürchtete aber die Zensur, da Napoleons Epoche kaum vergangen war. In König Ottokar Přemysl fand er einen Stoff, in welchem er dieselben Züge starker Männer in der Politik vorführen konnte. Es gibt noch einen zweiten Ottokar im Stück, den steirischen Chronisten Ottokar von Horneck, der die Worte spricht: „’s ist möglich, dass in Sachsen und beim Rhein / es Leute gibt, die mehr in Büchern lasen; / allein, was not tut und was Gott gefällt, / der klare Blick, der offne, richt’ge Sinn, / da tritt der Österreicher hin vor jeden, / denkt sich sein Teil und lässt die andern reden!“

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