Die Linzer Stadtwanderwege Wandern mitten in der Stadt

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“

- Johann Wolfgang von Goethe -

Ab in die Natur vor der Haustür, denn der Naturgenuss wartet mitten in der Stadt. Auf den Linzer Stadtwanderwegen kann man zu Fuß neue Perspektiven von Linz gewinnen. Neun beschilderte Wanderwege führen Natur-Begeisterte durch die grüne Donaustadt. Bekannte Ziele, wie der Pöstlingberg oder der Pleschingersee sind darunter ebenso zu finden, wie außergewöhnliche Wanderwege, wie die Turmwanderung. Auch ein Teilabschnitt des Jakobswegs führt durch Linz. Am visitlinz-Blog nehmen wir die Leser mit auf den Freinberg und nach St. Magdalena

Alle Wanderwege im übersichtlichen PDF.

Freinberg

Vom Linzer Hauptplatz über die Hofgasse bergauf zum Linzer Schloss. Beginnend mit dem Rudolfstor, 1604 von Kaiser Rudolf II. errichtet, durchqueren Sie die Innenhöfe der Schlossanlage. Vorbei an der erstmalig 799 n. Chr. erwähnten Martinskirche (Besichtigung nur von außen möglich), einer der ältesten Kirchen Österreichs, folgen Sie der Römerstraße bis Nr. 83. Rechts durch die Parkanlage erreichen Sie die Franz-Josef-Warte.

Tipp: Wer die 137 Stufen der Aussichtswarte erklimmt, wird mit einem Rundumblick auf Pöstlingberg, Donau, Stadt Linz und das Alpenvorland belohnt.

Bergab über den Edelweißberg, links in die Sonnenpromenade und vorbei am Pflegeheim Sonnenhof. Nach einigen Metern biegen Sie links ab und erreichen über einen serpentinenartig angelegten Parkweg den Maximilianweg. Dort befindet sich auch die Stupa Linz (buddhistisches Bauwerk). Vorbei am Jesuitenkloster und dem Linzer Sender.

Tipp für Botaniker:Über Freinbergstraße und Roseggerstraße bietet sich ein Abstecher in den Botanischen Garten an. Führend in Europa ist der Garten mit seiner einzigartigen Schutzsammlung von Kakteen. 

Überqueren Sie die Freinbergstraße und folgen dem Stiegenabgang zum Fritz-Lach-Weg, talwärts bis zur Mariahilfgasse, über Hirschgasse und Klammstraße wieder retour in die Linzer Innenstadt.

Franz Josef Warte c Johann Steininger

Pöstlingberg

Überqueren Sie die Nibelungenbrücke auf der linken Seite. Vor dem Neuen Rathaus die Stiege links hinunter kommen Sie auf die Obere Donaustraße. Rechts die Talgasse hinauf, Sie queren die Rudolfstraße und weiter die steile Berggasse bergauf zu der Stelle, wo Sie den Streckenverlauf der Pöstlingbergbahn kreuzen. Einige Meter die Hagenstraße hinunter biegen Sie links in den Schablederweg ein.

Tipp für Tierfreunde: Hier haben Sie die Möglichkeit, nach links über den Fußgängerweg in die Hohe Straße abzubiegen, wo Sie den Linzer Tiergarten finden.

Am stetig aufsteigenden Schablederweg weiter, erreichen Sie über Hohe Straße und Samhaberstraße den Pöstlingberg (537 m). Zur „Erlebniswelt Pöstlingberg“ gehört auch die Grottenbahn. Am höchsten Punkt steht weithin sichtbar die Wallfahrtsbasilika„Sieben Schmerzen Mariä“. Den Blick vom Panoramaplateau auf Linz sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Den steilen Kreuzweg (beginnt unterhalb der Aussichtsplattform) hinunter erreichen Sie das Collegium Petrinum.

Blick vom Poestlingberg c Oberoesterreich Tourismus Marko Mestrovic

Bachlberg

Über die Nibelungenbrücke auf der linken Seite in die Haupt- und Knabenseminarstraße. An der Kreuzung Teistlergutstraße ragt linkerhand das Collegium Petrinum hervor. Folgen Sie der Beschilderung in den Dießenleitenweg. Entlang dieser durchgehend asphaltierten Straße (mit Autoverkehr ist zu rechnen) sind einige Höhenmeter zu überwinden und Sie werden schließlich vom Dießenleitenbach und schatten-spendenden Bäumen begleitet.

Nach dem Haus Nr. 162 rechts ein kurzes Stück bergab, überqueren Sie den Dießenleitenbach und erreichen das Haus Nr. 166. Links bergauf entlang des Baches und durch den Wald, gelangen Sie auf den Bachlbergweg. Der Aufstieg ist geschafft – genießen Sie den herrlichen Blick über Linz.

Stadtwanderweg Bachlberg c EM

Tipp für Romantiker: Ein landschaftliches Juwel der besonderen Art erwartet Sie, wenn Sie beim Haus Nr. 166 rechts talwärts durch die wilde Bachschlucht des Dießenleitenbaches wandern. Ein Paradies für Moose, Pflanzen, Gräser und verschiedene Vogelarten. Auch unterschiedliche Froscharten, Krebse, Schnecken und Feuersalamander kann man beobachten.

Vom Waldpfad gelangen Sie auf der linken Seite ein kurzes Stück bergauf wieder zum Bachlbergweg (Haus Nr. 63–65). Bergab geht es den Bachlbergweg entlang. Bei Haus Nummer 51/53 rechts die Stiege hinunter erreichen Sie das Gasthaus Lehner. Weiter auf der Harbacher Straße kommen Sie zur Leonfeldner Straße, und kehren bei der Haltestelle „Harbach“ mit den Straßenbahnlinien 1 oder 2 wieder zum Ausgangspunkt „Hauptplatz“ zurück

Pleschingersee

Sie zweigen vor der Nibelungenbrücke rechts ab, über die Fußgängerbrücke Richtung Donaupark. Entlang der Ernst-Koref-Promenade, vorbei an den Schiffsanlegestellen, bis zur VOEST-Brücke.

Kultur-Tipps: Mit dem Lentos Kunstmuseum Linz hat Linz im Jahr 2003 ein städtebaulich hervorragend positioniertes Kunstmuseum von internationalem Rang erhalten. Das in seinem Erscheinungsbild von Glas und Sichtbeton geprägte Gebäude ist für die bestmögliche Präsentation von Kunst ausgerichtet. Am gegenüberliegenden Ufer können Sie das Ars Electronica Center sehen, das durch seine auffällig beleuchtete Glasfassade ein interessantes Gegenstück zum Lentos Kunstmuseum bildet.Das Brucknerhaus, benannt nach dem bedeutendsten Komponisten Oberösterreichs – Anton Bruckner, bietet Musikveranstaltungen auf höchstem künstlerischem Niveau

Pleschingersee Linz c LinzTourismus GM

Überqueren Sie die VOEST-Brücke und folgen Sie rechts ab dem Gasthaus Lindbauer dem Naturfreundeweg. Sie wandern gemütlich entlang des Dammes bis zum Pleschingersee. Nach dem See verlassen Sie den Damm und betreten das Areal der Pleschinger Au, ein Wasserschutzgebiet. Folgen Sie dem beschilderten Weg bis zum Donauufer. Entlang des Treppelweges flussaufwärts beachten Sie die Anlagen des Hafens und der Schiffswerft. Der ebene Weg führt Sie bis zum Urfahraner Jahrmarktgelände und weiter zur Stadtpfarrkirche Urfahr, wo Tafeln an die großen Überschwemmungen der Donau erinnern. Vorbei am Ars Electronica Center über die Nibelungenbrücke gelangen Sie wieder zum Linzer Hauptplatz.  Ab „Pleschingersee“ ist die Rückkehr mit Bus Nr. 33 nach Linz/Urfahr „Rudolfstraße“ möglich.

Wasserwald

Mit den Straßenbahnlinien 1 oder 2 geht es vom Linzer Hauptplatz bis zur Haltestelle „Neue Welt“. Vorbei an der Tankstelle und der Raiffeisenbank Kleinmünchen/Linz, Kreuzung Salzburger Straße / Wiener Straße, folgen Sie rechts der Salzburger Straße bis zum Angerholzerweg. Nach einigen Metern wandern Sie links auf dem Gehweg vor bis zur Ampel und queren die Salzburger Straße in die Purschkastraße.

Entlang der Höniggasse und der Schörgenhubstraße erreichen Sie eines der beliebtesten Naherholungsgebiete in Linz. Ausgedehnte Grünanlagen, die auch als Freizeit und Erholungsflächen dienen sowie Kinderspielplätze laden zum Verweilen ein. Kies- und Wiesenwege führen über wunderschöne Salbeiwiesen durch abwechselnd sonniges und schattiges Gelände mitten im Wasserschutzgebiet Scharlinz.

Tipp: Wenn Sie auf den Rodelhügel aufsteigen, werden Sie mit einem herrlichen Rundumblick auf das Grünareal belohnt.

Folgen Sie der Beschilderung, die Sie über Lißfeldstraße, Pesta-lozzistraße und Brunnenfeldstraße zur Wiener Straße führt. Bei der Haltestelle „Wahringerstraße“ gelangen Sie mit den Linien 1 oder 2 wieder zurück zum Hauptplatz.

Ebelsberg - Weikerlsee

Vom Hauptplatz mit der Linie 2 bis zur Haltestelle „Ebelsberg“ (ca. 25 min.). Werfen Sie einen Blick in die Pfarrkirche Linz-Ebelsberg. Eine Gedenktafel am Haus Fadingerplatz Nr. 5 erinnert an den am 5. Juli 1626 verstorbenen Anführer des oberösterreichischen Bauernkrieges, Stephan Fadinger. Folgen Sie dem Panholzerweg bis zur Ortsende-Tafel. Sie biegen links ab und betreten den Traunuferdamm, auf dem Sie bis zur Traun-Donau-Mündung bleiben. Beim Stromkilometer 0 nehmen Sie rechts den Wiesenweg, hier beginnt die Umrundung des großen Weikerlsees.

Tipp für Natur- und Vogelliebhaber: Das 600 ha große Natura 2000 Gebiet Traun-Donauauen ist ein ökologisches Juwel. Das Europa-schutzgebiet birgt einen Reichtum an seltensten Pflanzen, von wilden Orchideen bis zu den fast ausgestorbenen Krebsscheren. Die Vegetation ist durch Grauerlen-, Weiden- und Hartholzauen geprägt. Der Auwald beherbergt auch eine vielfältige Tierwelt: Eisvogel, Zwergtaucher, Schwarzmilan, Grau- und Schwarzspecht, Biber, Laubfrosch, Rotbauchunke (einziges Vorkommen in OÖ!).

Sie erreichen die Weikerlseestraße und gehen weiter Richtung kleiner Weikerlsee. Möchten Sie die Wanderung hier beenden, erreichen Sie über die Schotterstraße – links vor der Holzbrücke mit Pavillon – die Solar City (Linie 2, solarCity-Zentrum). Wandern Sie aber auf dem Hochwasserschutzdamm weiter, gelangen Sie wieder auf den Traunuferdamm und zurück nach Ebelsberg.

Gründberg - St. Magdalena - Pferdeeisenbahn

Mit den Linien 1 oder 2 vom Hauptplatz zur Haltestelle „Harbachsiedlung“. Sie queren die Leonfeldner Straße und biegen beim Buffet Auer links in die Straße „Am Alten Feldweg“ ein. An deren Ende links in den Harbachpark (Riesenpendelschaukel). Folgen Sie dem ansteigenden Waldweg bis zur Pachmayrstraße. Queren Sie diese und folgen schräg gegenüber dem Kühreiterweg bis zum Gasthof Waldschänke. Der Kühreiterweg ist die einzige Zufahrtsstraße (Autoverkehr). Die Straße schlängelt sich großteils durch den schattenspendenden Wald. Bei der Waldschänke lohnt sich eine Rast im Naturgastgarten. Am Wildgehege vorbei erfolgt nun der anfangs etwas steile Abstieg durch den Wald, bei dem Sie einige Wasserfälle passieren. Der Weg mündet in die Gründbergstraße. Sie wandern entlang des Höllmühlbaches bis Ecke Gründbergstraße / Ackerlweg. Möglichkeit zum Aufstieg zur Giselawarte auf den Lichtenberg (926 m, Gehzeit ca. 3 h).

Weiter geht’s links entlang des stetig ansteigenden Ackerlweges (Kleingärten Gründberg) bis zum Klausenweg (Ecke Höllmühlstraße). Marschieren Sie weiter auf dem Klausenweg abwärts, die Straße wird gegen Ende steiler und schmaler (Autoverkehr). Sie kommen nun an die Leonfeldner Straße – eine Rückkehr ist hier ab der Haltestelle „Winklerbrücke“ mit dem Bus Nr. 38 bis „Rudolfstraße“ (nahe Nibelungenbrücke) möglich. Überqueren Sie die Leonfeldner Straße, entlang des Marienbergs und der Magdalenastraße erreichen Sie beim Gasthof Oberwirt den Beginn der Pferdebahnpromenade. Sie befinden sich nun auf dem Pferdeeisenbahn Wanderweg. Am Beginn des Hauptwaldes ist eines der letzten erhaltenen Schienenstücke zu sehen. Hier startet auch der 900 m lange 1. Linzer Vogellehrpfad, der Ihnen mittels Schautafeln Einblick in die heimische Vogelwelt bietet.

Der Wanderweg mündet in einen schmalen Weg, an dessen Ende Sie rechts in den Feldweg einbiegen. Durch den Wald erreichen Sie die Altenberger Straße. Spazieren Sie durch das Areal der Johannes Kepler Universität, werfen Sie einen Blick in den Innenhof des Schlosses Auhof. Am Ende des Parks kommen Sie zur Haltestelle „JKU / Universität““, die Straßenbahnlinien 1 oder 2 bringen Sie zurück zum Hauptplatz

Pfenningberg - Steyregg

Sie spazieren über die Nibelungenbrücke in die Hauptstraße und nehmen an der Ecke Reindlstraße/Hauptstraße bei der Haltestelle „Biegung“ den Bus Nr. 33 bis zur Haltestelle „Plesching“. Nach einigen Metern auf der Pleschinger Landesstraße (B3) beginnt links der Aufstieg auf den Pfenningberg. Der Weg (Nr. 50) ist durch den OEAV (Daxleitner/Pfenningberg) ausgeschildert. Entlang der kräftig ansteigenden Straße (Westhang) blicken Sie über das Linzer Stadtgebiet. Links in den Wald, bei der Weggabelung links (Holzschild „Zum Gipfel“) vorbei am Schranken die Forststraße weiter bergauf. Bei der nächsten Weggabelung links, erreichen Sie den höchsten Punkt. Aussicht gibt es keine am bewaldeten Pfenningberggipfel, aber der Platz mit dem Gipfelkreuz umgeben von Granitblöcken ist den kurzen Anstieg wert.

Rechts vor dem Gasthaus Daxleitner treten Sie den Abstieg auf dem Weg Nr. 52 an. Nach dem Waldstück halten Sie sich ein paar Meter auf der Straße und folgen dem Wegschild rechts in den Finstergraben. Ein schöner Weg, der teilweise ein paar steilere „Stückerln“ spielt. Weiter auf dem asphaltierten Daxleitnerweg erreichen Sie – mit Blick auf das alte Schloss Steyregg – den Stadtplatz von Steyregg.Wir empfehlen die Rückkehr nach Linz mit der Summerauerbahn. Über den Stadtplatz, die Weissenwolff-, die Linzer- und die Bahnhofstraße erreichen Sie den Bahnhof Steyregg.

Türme Wanderung

Vom Hauptplatz in Richtung Nibelungenbrücke gehen Sie vor der Brücke links auf die Obere Donaulände, bei der Bushaltestelle „Obere Donaulände/Hauptplatz“ nehmen Sie den Bus Nr. 26 bis „St. Margarethen“. Alternative: Wandern Sie auf dem zweiten Teilstück des Jakobswegesentlang des Treppelweges am südlichen Donauufer bis St. Margarethen (siehe Stadtwanderweg Nr. 10).

Die Zaubertalstraße bergauf, es lohnt sich nach einigen Metern links der kurze Aufstieg zur Kalvarienbergkirche mit Maria-Thal-Kapelle und Grab-Christi-Kapelle. Folgen Sie der Zaubertalstraße weiter bergauf in die Lärchenauerstraße. Zweigen Sie rechts in die Donaublickgasse ein, die ihrem Namen gerecht wird. Wieder auf der Lärchenauerstraße spazieren Sie weiter auf der Seilhuemerstraße bis zum Haus Nr. 16. Durchschreiten Sie links den schmalen Fußweg und Sie kommen auf den Haiböckweg. Vor Ihnen erhebt sich eine kreisförmige Baumgruppe über dem Fundament des ehemaligen 14er Turmes (Hildegard). Weiter auf dem Haiböckweg biegen Sie an der Kreuzung rechts in die Frieseneggerstraße ein. Sie erreichen den 13er Turm (Genoveva, auf 398 m,), eine gut erhaltene Turmanlage mit schönem Rundumblick. Weiter auf der Lugwiesstraße passieren Sie den 12er Turm (Agnes). Folgen Sie der immer leicht absteigenden Aichbergstraße bis zur Kreuzung Leondinger Straße. Marschieren Sie links auf dem Gehsteig entlang der Leondinger Straße bis zur Bushaltestelle „Turmmuseum“.

Turm-Tipp: Die Daffingerstraße bergauf – vorbei am 10er Turm (Gertrude) – erreichen Sie den Turm 9, das Stadtmuseum Leonding. Der Turm 9 ist neben dem Turm 13 eines jener wenigen Objekteder Maximilianischen Festungsanlage, die weitgehend authentisch erhalten sind. Mit dem Bus Nr. 26 gelangen Sie wieder zum Ausgangspunkt, der Haltestelle „Obere Donaulände/Hauptplatz“ an der Oberen Donaulände.