Mittwoch, 8.3.2023, 19:30 bis 22:00 Uhr Weithaas, Neunecker & Avenhaus

20230308_MarieLuiseNeunecker(c) Janne Saksala_PresseKleiner

Am Weltfrauentag zeigen drei Musikerinnen, welchen Einfluss Brahms auf die Moderne eines Schönberg oder Ligeti hatte.

Brahms, der Fortschrittliche

Am Weltfrauentag widmen sich drei renommierte Musikerinnen, die Hornistin Marie-Luise Neunecker, die Geigerin Antje Weithaas und die Pianistin Silke Avenhaus, bei ihrem Debüt im Brucknerhaus Linz der Musik von Johannes Brahms und dessen Einfluss auf die musikalische Moderne. Kein Geringerer als Arnold Schönberg hielt 1933 einen Rundfunkvortrag, den er später im Exil unter dem Titel Brahms the Progressive publizierte. In ihm erklärte er Brahms zum Meister der „entwickelnden Variation“, einer Kompositionstechnik, die für ihn selbst, trotz seiner revolutionären Neuordnung des musikalischen Materials, das Bindeglied zur klassisch-romantischen Epoche darstellte, eine Ansicht, die György Ligeti teilte, dessen Horntrio sich explizit als Komplementärwerk zum berühmten Brahms-Trio versteht.

Programm

Johannes Brahms (1833–1897)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 („Thuner“) A-Dur, op. 100 (1886)
Trio für Pianoforte, Violine und Waldhorn Es-Dur, op. 40 (1865)

– Pause –

Arnold Schönberg (1874–1951)
Phantasy for Violin with Piano Accompaniment, op. 47 (1949)

György Ligeti (1923–2006)
Trio für Violine, Horn und Klavier (1982)

Besetzung

Antje Weithaas | Violine
Marie-Luise Neunecker
| Horn
Silke Avenhaus
| Klavier