Mittwoch, 29.9.2021, ab 19:30 Uhr Martha Argerich & Lilya Zilberstein

Martha Algerich

Internationales Brucknerfest 2021

Die Starpianistinnen spielen erstmals Anton Bruckners Sinfonie Nr. 3 d-moll in Gustav Mahlers Bearbeitung für Klavier zu vier Händen.

Eine Sinfonie zu vier Händen

Um für Aufführungen von Bruckners Orchesterwerken zu werben und das Publikum mit der Musik ihres Lehrers vertraut zu machen, präsentierten einige Schüler seine Kompositionen über Jahre hinweg in selbst erstellten Klavierfassungen, bei denen es sich um Bearbeitungen für Klavier(e) zu zwei oder vier Händen handelte. So fertigte etwa Gustav Mahler, der von 1875 bis 1878 am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde studierte und 1877/78 Bruckners Vorlesungen an der Universität Wien besuchte, 1878 gemeinsam mit dem befreundeten Kommilitonen Rudolf Krzyzanowski, der zwischen 1876 und 1878 Orgelschüler Bruckners war, von der „Fassung 1877“ der Sinfonie Nr. 3 d-moll, deren Uraufführungsdebakel am 16. Dezember 1877 im Wiener Musikverein beide als glühende Verehrer Bruckners miterlebten, eine Version für Klavier zu vier Händen an, die eben kein bloßer Klavierauszug ist, sondern ein durchaus eigenständiges Arrangement und zugleich das erste publizierte ‚Werk‘ Mahlers. Zum Dank schenkte Bruckner ihm das Autograph dieser Fassung seiner ‚Dritten‘. Die gewaltige „Klavierpartitur“ steht im Zentrum eines Duoabends, für den Klavierlegende Martha Argerich nach mehr als 25 Jahren an der Seite von Lilya Zilberstein ins Brucknerhaus Linz zurückkehrt.

PROGRAMM

Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 3 d-moll, WAB 103 (1872–73, rev. 1874, 1876–78) „Fassung 1877“
[1880 veröffentlichte Bearbeitung für Klavier zu vier Händen von Gustav Mahler (1860–1911) und Rudolf Krzyzanowski (1859–1911)]

u. a.


BESETZUNG

Martha Argerich | Klavier
Lilya Zilberstein | Klavier