Pressemitteilung | 26. Mai 2025 Abschlussbericht Festival of Curiosity 2025: Linz im Zeichen der Neugier

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Am 23. und 24. Mai 2025 wurde die Tabakfabrik Linz zum pulsierenden Zentrum für Neugier, Innovation und Zukunftslust. Über 2.100 Besucher*innen folgten der Einladung des Tourismusverbands Linz und des Ministeriums für Neugier & Zukunftslust zum ersten Festival of Curiosity.

„Das Festival hat unsere Erwartungen übertroffen“, betont Marie-Louise Schnurpfeil, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Linz. „Es hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach Austausch und gemeinsamen Zukunftsvisionen ist. Diese Veranstaltung stärkt Linz als innovative, vernetzte Destination und macht sie für Einheimische und Gäste zum Zentrum für Wissen und Kultur erlebbar.“

Festival Co-Kurator Patrick Rammerstorfer eröffnete das Festival mit „Beyond Curiosity“ – einem Film, der Linz als internationale Zukunftsstadt inszeniert und die Neugier als Motor für gesellschaftlichen Fortschritt feiert. „Neugier ist kein naiver Reflex – sie ist unser schärfstes Werkzeug gegen Stillstand. Das Festival soll auch keine Wohlfühlzone sein, sondern ein Labor für umsetzbare Realutopien und mutige Perspektiven, die den Weg in die Zukunft ebnen. Wir brauchen Menschen, die unbequem bleiben, die Fragen stellen, wo andere längst Antworten servieren. Nur so erschaffen wir die Räume, in denen Neues entsteht – nicht irgendwann, sondern jetzt.“ so Rammerstorfer.

v.l.n.r.: Gisela Gruber, Katharina Ehrenmüller, Marie-Louise Schnurpfeil, Patrick Rammerstorfer

„Kunst, Kultur und Kreativität sind keine netten Extras – sie sind der Treibstoff für die Transformation einer Stadt. Das Festival of Curiosity zeigt, wie Linz diesen Weg mutig beschreitet.“, zeigte sich Doris Lang Mayerhofer, Stadträtin für Kultur, Tourismus und Kreativwirtschaft von der Premiere des Festivals of Curiosity und dem intensiven Zusammenwirken von so vielen Bereichen, vor allem auch aus ihren Ressorts, begeistert.

Programm zum Mitmachen und Nachdenken

Über 130 Formate boten an beiden Tagen ein breites Spektrum: von Keynotes, Panels und Workshops bis zu interaktiven Stationen. Dabei überzeugte nicht nur die Hauptbühne: Der smarte Softeis-Roboter „Erni“, der KI-Spielplatz „AI:Begreifen“, die Augmented-Reality-Stadtmodelle oder das LEGO-Futures-Labor luden Besucher*innen zum Staunen, Mitmachen und Nachdenken ein. Die spielerischen Angebote schufen eine Brücke zwischen technologischem Fortschritt und kreativer Entfaltung.

Viele neue Kontakte aus dem Bereich der Kreativwirtschaft konnte die Creative Region mit ihrem Angebot von Talks, Führungen und einem Mini-Dinner gewinnen. Großes Interesse und viele neue Ideen und Visionen für Linz als Kulturstadt 2035 gab es auch bei den Flash-Interviews der Linz Kultur für den neuen Kulturentwicklungsplan.

Holger Volland brachte in seiner Keynote zur Rolle von KI und Kreativität eine klare Botschaft: „Wir fürchten uns oft vor der KI, weil wir sie nicht verstehen. Doch genau das, was

uns Angst macht, sollten wir uns genauer ansehen – um unsere Neugier zu bewahren und die Zukunft nicht der Technologie, sondern den Menschen zu überlassen.“

Carl Naughton kombinierte Wissenschaft mit Humor: „Soziale Neugier ist das stärkste Werkzeug gegen Gleichgültigkeit. Wer fragt, bleibt jung – und hält die Welt in Bewegung. Also: Staunen Sie weiter – und altern Sie heiter!“ Wolf Lotter brachte es provokanter auf den Punkt: „Wenn du dich nie unbeliebt machst, wirst du nie etwas verändern. Zukunft braucht keine Selbstdarsteller – sie braucht Störer, die das Bequeme hinterfragen und neue Perspektiven öffnen.“

In der Podiumsdiskussion „Wirtschaft und Innovation – von der Stahlstadt in die Zukunft“ beleuchteten Marlene Rezk-Füreder (Diamens), Thomas Linde (KEBA), Stefan Gintenreiter (Liwest), Stadtrat für Wirtschaft und Innovation Thomas Gegenhuber und Marie-Louise Schnurpfeil die Transformation von Linz. „Die Zukunft von Linz wird nicht in isolierten Projekten entschieden, sondern durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtgesellschaft“, betonte Gegenhuber. „Hier entsteht ein Ökosystem, das die besten Köpfe anzieht und hält.“

Den ersten Festivaltag schloss ein hochkarätiges Panel zur Rolle von Bildung in einer sich wandelnden Welt. Stefanie Lindstaedt (ITU), Stefan Koch (JKU), Michael Rabl (FH OÖ) und Andre Zogholy (Kunstuniversität) diskutierten Linz’ Weg zum internationalen Bildungszentrum. „Linz ist ein Ort, an dem Kunst, Wissenschaft und Technologie nicht nebeneinander existieren, sondern gemeinsam neue Horizonte eröffnen“, so Lindstaedt.

Der zweite Tag begann mit einem Botschafter*innen-Treffen und dem Neugier-Salon des Ministeriums für Neugier & Zukunftslust. Wer selbst Teil dieser Zukunftslust-Bewegung werden möchte, findet Infos unter www.neugierundzukunftslust.at/unterstuetzen.

In der Mittagszeit konnte Ali Mahlodji mit „Über das Leben, die Liebe und die Neugier“ die Lösehalle füllen und begeisterte mit seiner Keynote: „In Zeiten, in denen die gesamte Welt die Zukunft schlecht redet, macht das total Sinn, nach Linz zu schauen. Was in diesen zwei Tagen zusammen mit der Gesellschaft an Mut und Neugierde gelebt wurde, macht richtig Lust auf Zukunft.“

Zukunft, die schmeckt

Ein weiteres Highlight war Hanni Rützlers Future-Food-Session „Curious Food Objects“, die mit Crackern aus Algen, Insektensnacks und pflanzenbasierter Wurst ein kulinarisches Erlebnis zum Kosten bot. „Wir müssen unsere Esskultur weiterdenken und neugierig bleiben – dann wird nachhaltige Ernährung zur Entdeckungsreise“, so Rützler.

Bei der Podiumsdiskussion „Nachhaltigkeit erleben“ diskutierten Florian Größwang (TourCert Austria / Gruber-Grösswang Consulting), Oliver Pils (LINZ LINIEN), Hanni Rützler (futurefoodstudio), Jörg Fischer (JKU), Marie-Louise Schnurpfeil und Valentina Ultsch (harry's home hotels & apartments) praxisnahe Ansätze für Mobilität, Gastronomie und Ressourcenschonung. Der Ideen-Wettbewerb „Linz. Nachhaltig. Aber wie?“ zeichnete das

Projekt „RecycLinz“ aus, das auf spielerische Weise Besucher*innen und Einheimische für Recycling begeistern soll.

Zum Abschluss inspirierte Festival Co-Kuratorin Katharina Ehrenmüller mit ihrem Vortrag „Zukunft beginnt im Kopf – die Macht positiver Erzählungen“. „Zukunft passiert uns nicht – Zukunft sind Räume, die wir aktiv gestalten, indem wir gute, positive Geschichten erzählen“, so Ehrenmüller. „Denn es ist unsere gemeinsame Aufgabe, diese Räume mit Neugier und Tatkraft zu füllen. Solange wir fragen, zuhören und den Mut haben, neue Wege zu gehen, bleibt die Zukunft nicht bloß ein vages Versprechen, sie wird zur greifbaren Realität. Zukunft entsteht dort, wo Menschen handeln, gestalten und neugierig bleiben. Und genau das feiern wir hier in Linz.“

Das Festival wurde für seine nachhaltige Ausrichtung mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Green Meetings ausgezeichnet. Mit 2.100 Besucher*innen, vielfältigen Impulsen und inspirierenden Diskussionen hat das Festival of Curiosity Linz als neugierige, zukunftsorientierte Stadt ins Rampenlicht gerückt. Der Auftakt ist gemacht – das nächste Kapitel der Neugier folgt. Das Festival soll biennal stattfinden und weiter zur nachhaltigen Entwicklung und Vernetzung von Linz beitragen.

Weitere Informationen www.festivalofcuriosity-linz.at

Zum Festival:

2.100 Besucher*innen 380 Vorort-Anmeldungen 130 Programmpunkte Über 1.000 Eis wurden von Ernie dem Roboter verteilt Highlight-Führungen des Festivals: TFL-Führungen, Curiosity Walks, SOKO Donau Führungen, Curiosity Lab

Fotos vom Festival:

Tag 1, © Julia Mühlberger: https://www.picdrop.com/juliaphoto/s3NjEsGNZJ

Tag 2, © Ness Rubey: https://www.picdrop.com/nessrubey/r5kYNwCKet

Pressekontakt Linz Tourismus: David Retzer Tel.: +43 (0) 732/7070-2925 E-Mail: david.retzer@linztourismus.at

Pressekontakt Ministerium für Neugier & Zukunftslust Katha Häckel-Schinkinger Tel.: +43 (0) 660 8294550 E-Mail: presse@neugierundzukunftslust.com