Montag, 11.7.2022, 13:00 bis 18:00 Uhr Total Eclipse

Total Eclipse

Ausstellung im Kunstraum Memphis an der Donau - Ernst Lima und Christiane Peschek

Everybody worships. The only choice we get is what to worship(David Foster Wallace, This is water, 2009)

Was passiert, wenn zwei strahlende Entitäten einander anziehen, ihr Verschmelzen jedoch zur gegenseitigen Auslöschung führen würde?

Im Kosmos des Ausstellungsraumes stehen sich die Künstlerinnen Christiane Peschek und Ernst Lima gegenüber. Dieses Aufeinandertreffen kontextualisiert aber nicht allein die Konfrontation des Werkes zweier Künstlerinnen. Es geht um Beziehung. Vom intimen Miteinander bis hin zu kosmischen Zusammenhängen am Ende des Anthropozäns. In einem semi-mystischen Narrativ erzählt die Ausstellung „Total Eclipse“ von Interdependenz. Eingebettet in digitalen Techno-Mystizismus, reduzieren die Künstlerinnen in ihrem ersten Gemeinschaftswerk die gegenseitige Arbeit auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: die wechselseitige Bedingung.

Ein Wechselspiel von Licht und Schatten, auf materieller, mystischer und technologischer Ebene lässt den Blick von außen nach innen wandern. Im Prozess des Werdens und Vergehens entsteht ein über die mystische Symbiose hinaus verbindendes Element – die Omnipräsenz von Energie. Digitale Quellen internetbasierter Weisheit verschmelzen mit rituell Erlebtem – der Ausstellungsraum wird zum Kosmos ihrer Echokammern. Minimalistische Beats versetzen Metallobjekte in Schwingung und führen in ein trance-ähnliches Erlebnis, die Abwesenheit von Licht ersetzt das Sehen durch sensorische Empfindungen.

Auf dem Weg zur „Erleuchtung“ spielen Peschek und Lima in der Ausstellung mit Gegensätzen und ergründen damit die Dualität des Lebens, das Zusammenspiel von Ursache und Wirkung: Licht bedingt Schatten, Leben bedingt sterben, das Selbst bedingt sein Gegenüber. In diesem Zusammenhang erweisen sich Überzeugungen als Verblendung. Sie fordern BesucherInnen heraus, den Ausstellungsort als eine Art Selbsterfahrungstrip zu verstehen.

Die Frage, die diese Erfahrung begleitet, ist eine kollektive: „What will we make sacred?“ (Carolyn Chen, The Atlantic, 22 March 2022)



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