Sonntag, 19.9.2021, ab 20:30 Uhr Stefan Soltész & Tonkünstler-Orchester

Stefan Soltész

Auf dem Programm des Chor- und Orchesterkonzert im Mariendom Linz stehen Anton Bruckners Messe (Nr. 3) f-moll und das Te Deum.

Internationales Brucknerfest 2021

„I’ glaub, […] wann’s beim Jüngst’n G’richt schief gang, möcht i’ unsern Herrgott d’ Partitur vom ,Te Deum‘ hinhalt’n und sag’n: ,Schau, dös hab’ i’ ganz alloan für Di’ g’macht!‘, nachher wurdt i’ scho durchrutsch’n.“ Die von seinen Biographen August Göllerich und Max Auer überlieferte Anekdote spiegelt die exponierte Stellung von Bruckners 1884 vollendetem Te Deum, das er seinem Schüler Franz Marschner gegenüber als „Stolz seines Lebens“ bezeichnete, eindringlich wider. Der Komponist selbst unterstrich dies noch durch den Vorschlag, das Werk als Ersatz für den unfertigen Finalsatz seiner 9. Sinfonie zu verwenden. Auch die bereits 1867–68 komponierte Messe (Nr. 3) f-moll begleitete Bruckner bis in seine letzten Lebensjahre hinein. Über einen Zeitraum von rund 25 Jahren unterzog er das Werk immer wieder kleineren und größeren Revisionen. Am 14. April 1895 schrieb er an den befreundeten Dirigenten Siegfried Ochs: „Der Bruckner wird alt und möchte doch so gern noch die ,F-moll [Messe]‘ hören! Bitte, bitte! Das wäre der Höhepunkt meines Lebens.“ Gemeinsam mit einem handverlesenen Solist*innenquartett, dem Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und dem Tonkünstler-Orchester nimmt sich Altmeister Stefan Soltész dieser zwei herausragenden Marksteine in Bruckners Sakralmusik an.

PROGRAMM

Anton Bruckner (1824–1896)
Messe (Nr. 3) f-moll für Soli, vierstimmigen gemischten Chor, Orchester und Orgel, WAB 28 (1867–68, rev. 1868–69, 1872–73, 1876–77, 1881, 1883, 1893)
Te Deum C‑Dur für Soli, vierstimmigen gemischten Chor, Orchester und Orgel, WAB 45 (1881, 1883–84)


BESETZUNG

Chen Reiss
 | Sopran
Michaela Selinger | Mezzosopran
Peter Sonn | Tenor
Liang Li | Bass
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Tonkünstler-Orchester
Stefan Soltész | Dirigent