Mittwoch, 4.5.2022, ab 19:30 Uhr Olivia Vermeulen & Jan Philip Schulze

Olivia Vermeulen

Liederabend mit Werken von A. Schönberg, A. v. Webern, A. v. Zemlinsky u.a.

Die Zweite Wiener Schule zwischen Spätromantik und Exil

Auf eine Entdeckungsreise entlang der Wirkungszeit der Zweiten Wiener Schule begibt sich die junge, bereits international renommierte Mezzosopranistin Olivia Vermeulen gemeinsam mit dem nicht zuletzt als Interpret Neuer Musik herausragenden Pianisten Jan Philip Schulze. Ausgehend von Alexander von Zemlinsky und spätromantischen (Jugend-)Liedern von Arnold Schönberg, Anton von Webern und Alban Berg beschreitet das Programm über die Grenzen der Tonalität auslotende Werke der Reifezeit einen Weg bis ins amerikanische Exil während des Zweiten Weltkriegs und legt damit den Blick auf weniger bekannte Facetten der einflussreichsten Kompositionsschule des 20. Jahrhunderts frei, wie sie sich etwa in den Werken Hanns Eislers, Theodor W. Adornos, aber auch in Schönbergs kabarettistischen Brettl-Liedern offenbaren.

BESETZUNG

Olivia Vermeulen
 | Mezzosopran
Jan Philip Schulze | Klavier

PROGRAMM

Alexander von Zemlinsky
 (1871–1942)
In der Sonnengasse (1901) 
Die drei Schwestern, aus: Sechs Gesänge nach Maurice Maeterlinck, op. 13, Nr. 1 (1910)
Harlem Tänzerin und Afrikanischer Tanz, aus: Zwölf Lieder, op. 27, Nr. 8 & 9 (1937)  
My ship and I, aus: Three songs, Nr. 2 (1940) 

Arnold Schönberg (1874–1951)
Auswahl aus den Sechs Liedern für eine mittlere Singstimme und Klavier, op. 3 (1899–1903)
Ausgewählte Brettl-Lieder (1901)

Anton von Webern (1883–1945)
Auswahl aus den Acht frühen Liedern (1901, 1903–04)

Alban Berg (1885–1935)
Auswahl aus den Sieben frühen Liedern für eine Singstimme und Klavier (1905–08, rev. 1928)
Vier Lieder für eine Singstimme mit Klavier, op. 2 (1909–10)

Hanns Eisler (1898–1962)
Auswahl aus dem Hollywooder Liederbuch (1942–43) 
Sieben Lieder über die Liebe (1926, 1934, 1953)

Theodor W. Adorno (1903–1969) 
Das Lied von der Stange, aus: Zwei Propagandagedichte für Singstimme und Klavier (1943)

u. a.