Dienstag, 15.9.2020, ab 19:30 Uhr Mauro Peter & Helmut Deutsch

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Liederabend mit dem Schweizer Startenor

In der Nachfolge des Ahnherrn Franz Schubert wurde die Gattung des Klavierliedes über die Parteigrenzen des „Musikstreits“ hinweg von praktisch allen KomponistInnen gepflegt. Franz Liszt, der Begründer der „Fortschrittspartei“, schrieb ebenso Lieder wie Richard Strauss, ein „Neudeutscher“ der jüngeren Generation, und sogar von Anton Bruckner existieren ein gutes Dutzend entsprechender Werke. Ihnen stehen im Programm des jungen Schweizer Tenors Mauro Peter und seines musikalischen Partners Helmut Deutsch als Vertreter der „Konservativen“ drei Komponisten aus Brahms’ Freundeskreis gegenüber, deren Werke im Brucknerhaus bisher nicht zu hören waren.

Albert Dietrich wurde noch von Robert Schumann gefördert und entscheidend geprägt, der ihn 1853 einen der „hochaufstrebenden Künstler der jüngsten Zeit“ nannte und ihm, wie auch Brahms, eines seiner Werke widmete. Über Friedrich Gernsheim, der seit 1868 eng mit Brahms befreundet war, heißt es in der Biographie von Karl Holl, „seine Mission“ sei „die eines meisterlichen Bewahrers und Vermittlers von persönlicher Prägung“ gewesen. In Heinrich von Herzogenberg schließlich, den er 1863/64 kennengelernt hatte, erkannte Brahms einen Geistesverwandten: „Wir sind die gleichen schweren Wege mit gleichem, gutem Ernst gegangen.“

PROGRAMM

Lieder von
Franz Schubert (1797–1828)
Anton Bruckner (1824–1896)
Franz Liszt (1811–1886)
Albert Dietrich (1829–1908)
Heinrich von Herzogenberg (1843–1900)
Friedrich Gernsheim (1839–1916)
Richard Strauss (1864–1949)

BESETZUNG

Mauro Peter | Tenor
Helmut Deutsch | Klavier