Montag, 3.10.2022, 8:00 bis 19:00 Uhr Frauenbilder im Mariendom

Die Betrachterin

Die Betrachterin von Margit Greinöcker & Die Darstellerin von Zoe Goldstein

Zwei Künstlerinnen widmen sich künstlerisch-forschend den Frauenbildern* und Rollendarstel­lungen* im Linzer Mariendom.  Über biografische Erzählungen, historische Kontextualisierungen und künstlerische Interpretationen zu ausgewählten Frauenportraits sollen kreative Denkräume eröffnet und ein zeitgenössischer Diskurs über die Geschlechterkonstruktionen des katholischen 19. Jahr­hunderts angeregt werden. 
Ausgehend von einem interdisziplinären Seminar unter der Leitung von Univ.-Prof.in Dr.in Anna Minta (Architekturgeschichte) und Mag.a Martina Resch (Theologie) beschäftigen sich Studierende der KU Linz seit dem Wintersemester 2019/20 mit Darstellungen von Frauenbildern im Linzer Mariendom.
Das Kunstprojekt baut auf die Broschüre "Licht.Schatten.Dasein" auf, in der Studierende der KU Linz unter der Leitung von Prof. Dr. Anna Minta und Mag. Martina Resch nach Weiblichkeitskonzepten im Bildprogramm des Doms fragen. DIE BETRACHTERIN│DIE DARSTELLERIN will für Frauenbilder und Frauenleben in Geschichte und Gegenwart sensibilisieren.

Auf Anregung des zur Bauzeit tätigen Bischofs sollten in den Glasfenstern neben biblischen Darstel­lungen unter anderem Land und Leute dargestellt und Szenen aus der Region vermittelt werden. Wer durfte eine Rolle einnehmen in dem prächtigen Mariä-Empfängnis-Dom? Welche Rollen wurden den Frauen zugeschrieben?

/DIE BETRACHTERIN/ von Margit Greinöcker nimmt mit wechselndem Blickpunkt einzelne Frauenarstellungen im Mariendom in den Fokus – mit künstlerischem und wissenschaftlichem Interesse und mit optischem Gerät.

Auf Anregung des zur Bauzeit tätigen Bischofs sollten in den Glasfenstern neben biblischen Darstellungen unter anderem Land und Leute dargestellt und Szenen aus der Region vermittelt werden. Wer durfte eine Rolle einnehmen in dem prächtigen Mariä- Empfängnis-Dom? Welche Rollen wurden den Frauen zugeschrieben?

Zoe Goldstein übersetzt mit /DIE DARSTELLERIN/ fotografisch und in Form eines Modells die historische Glasfenster-Darstellung „Pilgerfahrt II“ in die Gegenwart mit neu verteilten Rollen und inszeniert eine objektbezogene inhaltliche Metamorphose von Sichtweisen.  
Durch das Vertauschen der Geschlechterrollen und durch die Art der Präsentation möchte die Künstlerin darauf hinweisen, Rollenzuweisungen in Gesellschaft und Kirche genauer zu betrachten. Da das Fenster aufgrund der Dimension und räumlichen Wirkung niemals detailliert gesehen werden kann, wird ein genaues Betrachten und ein analysierendes Verweilen des Blickes der Betrachter*innen ermöglicht, die zur Wandlung von Betrachtungs- und Sichtweisen führen.



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