Freitag, 27.3.2020, ab 19:30 Uhr Der Sprecher und die Souffleuse

Der Sprecher und die Souffleuse

von Miroslava Svolikova

Sie sind zurück, die legendären Blues Brothers Jake und Elwood Blues. Nach einem entbehrungsreichen Jahr im amerikanischen Knast haben sie nur einen Wunsch: ein Neuanfang mit einer richtig guten Band. Doch gute Musik zu spielen, ist in Donald Trumps „Make America great again"-Staat unmöglich. So sehen sie nur eine Möglichkeit: Europa. Denn von dort kommen ja schließlich die wirklich innovativen Musiktrends. Ihr Restgeld reicht allerdings nur für zwei Flugtickets nach „Austria". Australien? Nein, Österreich! Dort gelandet müssen sie allerdings feststellen, dass marschmusikalisches Volkstrara mittlerweile von oberster Stelle zwangsverordnet ist. Aber sie wären nicht die legendären Blues Brothers, wenn sie die Herausforderung, diesem Volkstrara Widerstand zu leisten, nicht annehmen würden. Und so machen sie sich daran, mit Hilfe des genialen Professors, eine revolutionäre Band auf die Beine zu stellen, die den „Austrians" wieder die richtige Musik zurückbringt.

Harald Gebhartl holt in seiner Musikkomödie die unverwechselbaren Blues Brothers nach Österreich und nimmt dabei Politik und Gesellschaft humorvoll und treffsicher aufs Korn.

© Nicola Milatovic
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Der Sprecher und die Souffleuse

mit Patrick Berg Gerhard Balluch Christina Scherrer Florian Tröbinger Lukas David Schmidt
Regie: Pedro Martins Beja
Bühne: Pedro Martins Beja Elisabeth Weiß
Kostüme: Elisabeth Weiß
Maske: Elisabeth Weiß
Linz-Premiere: 27.03.2020
Letzte Vorstellung: 28.03.2020
Aufführungsort: Balkon

„Sind schon alle da?“, fragt der Sprecher zu Beginn. Die Schauspieler*innen auf jeden Fall noch nicht. Aber das Stück wird gleich beginnen, da ist sich der Sprecher sicher. Sein Versuch, die Zeit zu überbrücken, gestaltet sich schwierig: Die Souffleuse hat nämlich einen eigenen Text vorbereitet; ein outrierender König Lear und ein telefonierender Bote mit Beziehungsproblemen funken immer wieder dazwischen, während der Elektriker vergeblich versucht, eine Unterschrift zu bekommen. Miroslava Svolikova schafft eine sprachwitzige Farce, die sich in humorvollen Wortkaskaden über die Liebe, große Erwartungen und das Theater ergießt. Es geht auch um die Frage, welche Position sich in der Welt behaupten kann: der inhaltslose Sprecher, der Elektriker, der die Welt ganz funktional versteht, der alte Lear, der nicht in die Jetztzeit findet und vom Vergangenen träumt oder die Souffleuse, die endlich aus dem Schatten tritt und sichtbar wird.

Linz-Premiere des Gewinnerstücks des Autor*innenpreises der Theaterallianz
Eine Produktion des Theater am Lend, Graz
Mit Unterstützung des Bundeskanzleramtes

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